WALLFAHRTSSTÄTTE MADONNA DELLA CORONA

Ortschaft Spiazzi. Die Wallfahrtsstätte befindet sich auf halber Höhe der Steilwand des Monte Baldo, in einer Höhe von 700 m, vollständig in den 400 m steil abfallenden Felsen gehauen. Die linke Wand der Basilika und die Apsis bestehen aus dem Felsen selbst. Die Wallfahrtsstätte ist der Schmerzensreichen Mutter geweiht, wird aber aufgrund der Form der sie umgebenden Felsen "Heiligtum der Krone" genannt. Der ursprüngliche Kernteil stammt aus der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts und beherbergte die Steinstatue, welche die Pieta darstellt und in dem Heiligtum immer noch verehrt wird.
1625 wurde die Kirche ausgebaut und wurde zum Mittelschiff einer größeren Konstruktion. Außerdem wurde mit den Vorbereitungen für den Weg und die Treppe begonnen, die zur Wallfahrtsstätte führen. Weitere Ausbauten wurden 1899 vorgenommen als die Fassade und der Glockenturm erneuert wurden, sowie in den Jahren von 1975 bis 1978.

Die Legende erzählt, dass eine Statue, welche die Pieta darstellte, aus Rhodos bei der Ankunft der Türken 1522 verschwand und eines nachts wie durch ein Wunder in Spiazzi wieder auftauchte. Die Gebirgsbewohner, getroffen vom starken Licht und der Chormusik, von denen die Erscheinung begleitet wurde, begaben sich an den Ort und mit Seilen brachten sie die Statue in eine Holzkapelle auf dem Gipfel eines Felsens. In der darauf folgenden Nacht kehrte die Statue jedoch auf wundersame Weise wieder an die Stelle zurück, an der sie zum ersten Mal erschien. Den offenkundigen Willen der Madonna respektierend, begannen die Gebirgsbewohner mit der Konstruktion der Kapelle auf der Felswand. Gemäß der Sockelinschrift gilt es aber als wahrscheinlich, dass in Wirklichkeit der Feudalherr des Ortes, Lodovico Castelbarco, die Statue hatte meißeln lassen, um sie einer Gruppe von Eremiten zu schenken, die in der Nähe des Ortes lebten, wo heute das Heiligtum steht.